Das erste Dhokla, das ich gegessen habe, gab es in einem riesigen Thali in Gujarat. Erst dachte ich, es wäre Kuchen. Der Geschmack hat mich aber sehr verwirrt, denn sie sind etwas süß, etwas salzig, etwas sauer, fluffig und dann auch noch ganz anders gewürzt als andere indische Snacks. Da lernte ich: das ist der typische Gujarati Geschmack. Und ob man es als Snack, als Nachtisch, mit Süßem oder Salzigem isst, ist völlig egal. In Gujarat wird alles durcheinander gegessen und das liebe ich.
Das Original wird eigentlich mit dem in Indien sehr verbreiteten Kichererbsenmehl (Gram Flour) zubereitet. In meiner Version benutze ich allerdings rote Linsen, da es mit diesen einfach besser funktioniert und schmeckt. Außerdem haben rote Linsen einfach die besten Nährwerte und ich bin ein riesen Fan von ihnen.
Khaman Dhokla

Khaman Dhokla sind gedämpfte Kichererbsenküchlein, die aus dem indischen Bundesstaat Gujarat stammen. Sie enthalten wenige Zutaten und kaum Gewürze, bieten aber trotzdem ein wahnsinniges Geschmackserlebnis.
Zutaten
- 75 g rote Linsen
- 0,5 daumengroßes Stück Ingwer
- 1 grüne Chili
- 10 g Hartweizengries
- 2 Prisen Zucker
- 1 Msp. Kurkuma
- Salz
- 0,5 TL Zitronensäure oder 1 TL Zitronensaft
- 1,5 TL ENO Fruit Salt oder 1 TL Natron
- Neutrales Öl
- 1 TL schwarze Senfsamen
- 1 TL Sesam
- 2 Msp Hing
- 5-10 Curryblätter
Anweisungen
- Mahle die roten Linsen in einem Mixer oder einem Mörser zu einem feinen Mehl. Siebe es zwischendurch und mahle die groben Teile erneut.
- Reibe den Ingwer fein und hacke die Hälfte der Chili ebenfalls klein.
- Vermische Ingwer, Chili, Linsenmehl, Gries, Zucker, Kurkuma, 0,5 TL Salz (oder etwas mehr, nach Geschmack) und die Zitronensäure bzw. den Saft in einer mittleren Schüssel.
- Gib etwa 110 ml Wasser dazu und verrühre alles mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig (ggf. noch teelöffelweise etwas Wasser hinzugeben).
- Fette eine etwa 12-15 cm im Durchmesser große ofenfeste Form mit mindestens 3 cm hohem Rand (z.B. Keksdosendeckel oder Glastupperbehälter) ein und erhitze etwas Wasser in einem Topf, in den die Form so passt, dass du sie gut hineintun und herausholen kannst.
- Wenn das Wasser kocht, gib ENO oder Natron zum Teig, mische es schnell unter, bis es schäumt und gib den aufgeschäumten Teig in die gefettete Form.
- Dämpfe den Dhokla-Teig 15 Minuten in dem Topf mit köchelndem Wasser (die Form sollte nicht auf dem Topfboden stehen, sondern etwas erhöht. Als Workaround lege ich dafür etwa 2 cm hohe Plätzchen-Ausstechformen in den Topf, auf die ich dann die Form stelle).
- Nimm die Form nach 15 Minuten aus dem Topf, und lasse den Dhokla-Fladen etwas abkühlen. Stelle in der Zwischenzeit das Würzöl her: hacke die restliche Chili klein, erhitze 3 EL Öl in einer kleinen Pfanne, und röste die Senfsamen darin an, bis sie knistern. Gib dann den Sesam, die Chili, Hing und die Curryblätter dazu und brate alles 1 Minute an. Lösche mit 2 EL Wasser ab und lass es kurz heiß werden
- Gieße dieses „Tempering“ gleichmäßig über den Dhokla-Fladen und schneide ihn in 10-15 ähnlich große Stücke.